
Transformation zum BankingWorkspace erfolgreich gestalten
Wie die Volksbank eG Überlingen gemeinsam mit der AWADO Bankenberatung die Transformation zum BankingWorkspace nutzt, um datengetriebene Kundenansprache, Omnikanalvertrieb und persönliche Beratung erfolgreich miteinander zu verbinden.
Fotos: Volksbank eG Überlingen
Ausgangssituation: Mehr als eine technische Umstellung
Mit der Einführung des BankingWorkspace (BWS) steht Genossenschaftsbanken eine grundlegende Veränderung ihrer Vertriebssteuerung bevor. Die bevorstehende Ablösung des bisherigen Systems macht eine Neuausrichtung notwendig. Gleichzeitig eröffnet sie die Chance, Kundenansprache, Vertriebsprozesse und digitale Interaktion zukunftsfähig aufzustellen.
Die Volksbank eG Überlingen entschied sich bewusst dagegen, abzuwarten. Außerdem wurde die Umstellung nicht ausschließlich als IT-Projekt betrachtet, sondern dafür genutzt, die Vertriebsorganisation strategisch weiterzuentwickeln und die Grundlage für einen stärker datengetriebenen Vertrieb zu schaffen.
Dabei verfolgt die Bank insbesondere das Ziel, Kundinnen und Kunden künftig gezielter, relevanter und kanalübergreifend anzusprechen und gleichzeitig die Effizienz in der Vertriebssteuerung zu erhöhen.
Sie können die Erfolgsgeschichte auch bequem herunterladen und jederzeit offline lesen:
Die Herausforderung: Technik, Prozesse und Menschen zusammendenken
Die Einführung des BankingWorkspace betrifft weit mehr als die technische Systemlandschaft. Neue Möglichkeiten der Kundenansprache, automatisierte Prozesse und Omnikanalsteuerung verändern bestehende Arbeitsweisen und Rollenbilder nachhaltig.
Zu den zentralen Herausforderungen gehörten:
- Aufbau einer zukunftsfähigen Vertriebssteuerung,
- Verbesserung der vertrieblichen Datenqualität,
- Entwicklung neuer Prozesse für die kanalübergreifende Kundenansprache,
- Frühzeitige Einbindung von Führungskräften und Mitarbeitenden,
- Schaffung eines gemeinsamen Zielbildes für alle Beteiligten.
Besonders wichtig war es, technologische Möglichkeiten und organisatorische Veränderungen gemeinsam zu betrachten, um eine nachhaltige Umsetzung sicherzustellen.

Die Filiale der Volksbank eG Überlingen.
Das Vorgehen: Strukturiert in die neue Vertriebswelt
Gemeinsam mit der AWADO Bankenberatung entwickelte die Volksbank eG Überlingen einen strukturierten Ansatz für die Transformation zum BankingWorkspace.
1. Entwicklung eines gemeinsamen Zielbildes
Zu Beginn wurden die zukünftigen Anforderungen an die Vertriebssteuerung, Kundenansprache und Omnikanalstrategie definiert. Ziel war ein gemeinsames Verständnis der zukünftigen Vertriebswelt.
3. Aufbau einer neuen Impulswelt
Gemeinsam wurden neue Ansprache-Konzepte entwickelt. Kundenkontakte sollen künftig stärker datenbasiert erfolgen und über verschiedene Kanäle hinweg aufeinander abgestimmt werden.
5. Verbesserung der Datenqualität und Kundenbefähigung
Ein wesentlicher Baustein war die Weiterentwicklung der vertrieblichen Datenbasis. Dazu gehörten die Verfügbarkeit von Kontaktdaten, digitale Zugangsmöglichkeiten sowie die notwendigen Einwilligungen für die Kundenkommunikation.
2. Analyse bestehender Vertriebsprozesse
Die vorhandene Vertriebslogik wurde überprüft und bewertet. Dabei stand insbesondere die Frage im Fokus, welche Kundenanlässe künftig automatisiert und kanalübergreifend gesteuert werden können.
4. Entwicklung einer Omnikanalstrategie
Ein zentrales Projektziel bestand darin, die unterschiedlichen Kontaktpunkte zwischen Bank und Kundschaft stärker miteinander zu verknüpfen. So entsteht eine kanalübergreifende Kundenansprache, bei der digitale und persönliche Interaktionen gezielt aufeinander abgestimmt werden.
6. Begleitung des Veränderungsprozesses
Neben der fachlichen und technischen Umsetzung wurden Mitarbeitende frühzeitig eingebunden und auf die Veränderungen vorbereitet. Die Zusammenarbeit zwischen Vertriebsmanagement, Fachbereichen und Vertrieb spielte dabei eine zentrale Rolle.
Erste Erfolge: Die Transformation zeigt Wirkung
Bereits während der laufenden Umsetzung konnten wichtige Fortschritte erzielt werden:
- Wesentliche Kundenanlässe wurden in die neue Systematik überführt.
- Die Transparenz über Kundeninteraktionen und Kontaktwege wurde erhöht.
- Voraussetzungen für effizientere und stärker automatisierte Vertriebsprozesse wurden geschaffen.
- Die Bank erhielt neue Erkenntnisse über das digitale Nutzungsverhalten ihrer Kundinnen und Kunden.
- Die Organisation wurde frühzeitig auf die Anforderungen des BankingWorkspace vorbereitet.
Ein besonders wertvolles Learning aus dem Projekt war die deutlich höhere Kundeninteraktion über die VR Banking App gegenüber anderen digitalen Zugangswegen. Diese Erkenntnis fließt schon heute in die Weiterentwicklung der Vertriebs- und Kommunikationsstrategie ein.

„Der BankingWorkspace ist „der“ Game Changer unserer Zeit – historisch vergleichbar mit der Entscheidung, Filialen in die Fläche zu bringen, um Kundennähe herzustellen. Heute lautet die entscheidende Frage allerdings: Wer hat den relevanten Kontaktpunkt zum Kunden – mit den richtigen Informationen zur richtigen Zeit?“
Erfolgsfaktoren des Projekts
Die bisherige Projektentwicklung zeigt, dass die erfolgreiche Einführung des BankingWorkspace weit über technische Fragestellungen hinausgeht. Aus Sicht der Projektbeteiligten waren insbesondere vier Faktoren entscheidend für den bisherigen Erfolg:
1. Ein klares gemeinsames Zielbild
Von Beginn an bestand ein gemeinsames Verständnis der zukünftigen Vertriebssteuerung und der Rolle des BankingWorkspace. Dieses Zielbild gab Orientierung für Entscheidungen und Prioritäten während des gesamten Projekts.
2. Frühzeitige Einbindung aller Beteiligten
Vertriebsmanagement, Produktmanagement, Marketing und Vertrieb wurden frühzeitig in die Transformation eingebunden. Dadurch konnten unterschiedliche Perspektiven berücksichtigt und Veränderungen gemeinsam gestaltet werden.
3. Schrittweise Umsetzung statt Komplettumstellung
Die Komplexität des BankingWorkspace wurde bewusst beherrschbar gemacht. Statt alle Möglichkeiten gleichzeitig umzusetzen, wurden zunächst zentrale Kundenanlässe und Prozesse in die neue Systematik überführt und anschließend schrittweise erweitert.
4. Enge Zusammenarbeit zwischen Bank und AWADO
Die partnerschaftliche Zusammenarbeit ermöglichte einen kontinuierlichen Austausch über Erfahrungen, Herausforderungen und Lösungsansätze. Neue Erkenntnisse konnten dadurch direkt in die Weiterentwicklung des Projekts einfließen.
Fazit
Die Volksbank eG Überlingen nutzt die Transformation zum BankingWorkspace nicht nur zur technischen Modernisierung, sondern als strategische Chance zur Weiterentwicklung ihres Vertriebs. Gemeinsam mit der AWADO Bankenberatung entsteht eine moderne Vertriebssteuerung, die datengetriebene Kundenansprache, Omnikanalvertrieb und persönliche Beratung wirkungsvoll miteinander verbindet.
Das Projekt zeigt, dass die Einführung des BankingWorkspace besonders dann erfolgreich ist, wenn Technik, Prozesse und Menschen gemeinsam gedacht werden. Wer frühzeitig startet, kann wertvolle Erfahrungen sammeln und die Transformation aktiv gestalten, statt lediglich auf Veränderungen zu reagieren.

Das Team der Volksbank eG Überlingen.

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Andreas Wichler
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