31. März 2026
2 Min.

ESG‑Sonderprüfung 2026: Warum sich Genossenschaftsbanken jetzt vorbereiten müssen

Die Anforderungen der Aufsicht im Bereich Sustainable Finance ziehen deutlich an – insbesondere im Hinblick auf ESG‑Risiken und Sonderprüfungen nach § 44 KWG. Mit BRUBEG und den BaFin‑Prioritäten für 2026 rückt ESG endgültig in den Kern des Risikomanagements. Wer sich jetzt gezielt vorbereitet, reduziert Prüfungsrisiken und stärkt die eigene ESG‑Positionierung nachhaltig.

Gut vorbereitet in die ESG Sonderprüfung: Warum jetzt der richtige Zeitpunkt zum Handeln ist

Die Anforderungen an Genossenschaftsbanken im Bereich Sustainable Finance steigen spürbar – und damit auch der Druck durch die Aufsicht. Insbesondere Sonderprüfungen nach § 44 Abs. 1 Satz 2 KWG rücken ESG‑Risiken, Kreditprozesse und Datenhaushalte zunehmend ins Zentrum. Viele Institute haben bereits wichtige Grundlagen geschaffen, doch die Aufsicht zeigt in ihren Feststellungen immer wieder dieselben Lücken: unklare ESG‑Risikoinventuren, fehlende Integration in Kreditentscheidungen, inkonsistente Kennzahlen oder unvollständige Dokumentation.

Die BaFin verschärft diese Erwartungen erneut durch die Ausführungen aus „Risiken im Fokus 2026“. Die Aufsicht stellt darin klar heraus, dass Nachhaltigkeitsrisiken – insbesondere Klima- und Umweltrisiken – zu den zentralen Risikotreibern des kommenden Jahres gehören und eng mit makroökonomischen und geopolitischen Unsicherheiten verflochten sind. Für Institute bedeutet das: ESG‑Risiken werden nicht nur als Querschnittsthema betrachtet, sondern fließen zunehmend in aufsichtliche Risikoanalysen, Prüfungsprioritäten und Stresstest‑Überlegungen ein. 

Zusätzlich gewinnt das Thema durch das BRUBEG weiter an Bedeutung: Mit der geplanten Pflicht zur Erstellung von ESG‑Risikoplänen, die künftig im KWG verankert und im SREP überprüft werden sollen, wird ESG endgültig zu einem klar regulierten Bestandteil des Risikomanagements.
Für die Institute bedeutet das, dass aufsichtliche Prüfungsanforderungen und gesetzliche Neuerungen künftig noch enger verzahnt sind und die Vorbereitung auf ESG‑Sonderprüfungen gleichzeitig zur Vorbereitung auf BRUBEG‑Pflichten wird.

Eine strukturierte und realitätsnahe Vorbereitung auf die Sonderprüfung schafft hier nicht nur Sicherheit, sondern auch Transparenz. Unsere ESG‑Sonderprüfungsvorbereitung setzt genau dort an: Mit einer umfassenden Bestandsaufnahme, einem Abgleich zu aktuellen aufsichtsrechtlichen Erwartungen und einer klar priorisierten GAP‑Analyse. Ergänzt wird der Prozess durch die Bereitstellung typischer Prüfungsfragen und Feststellungen – abgeleitet aus tatsächlichen Sonderprüfungen und Aufsichtsrückmeldungen.

Das Ergebnis ist ein klarer Fahrplan, der Prüfungsrobustheit mit praktischen Umsetzungsmöglichkeiten verbindet. Banken profitieren von einer konsistenten Verknüpfung von Strategie, Kreditgeschäft, Risikosteuerung und Reporting – proportional zur eigenen Größe. So entsteht ein Gesamtbild, das sowohl den Prüfungsanforderungen als auch den strategischen Zielen gerecht wird.

Gerade jetzt – bevor die nächste Welle an ESG‑Prüfungen an Fahrt gewinnt – bietet eine gezielte Vorbereitung die Chance, Risiken zu reduzieren, Prozesse zu stärken und die eigene ESG‑Positionierung nachhaltig zu professionalisieren.

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